Wussten Sie, …

… dass Spix und Martius 30 Indianerstämme besuchten?

Neben der biologischen Ausbeute der Brasilienexpedition von Spix und Martius, waren vor allem auch die ethnologischen Sammlung Stücke von großem wissenschaftlichem Wert. Es handelt sich um Federschmuck, Waffen, Alltagsgeräte und vieles mehr, insgesamt 510 Einzelobjekte. Es war die umfassendste Sammlung von brasilianischen Indianern dieser Zeit.

Professor Otto Zerries (1914-1999) war nicht nur einer der bedeutendsten ethnologischen Südamerikaforscher, er hat sich auch in seiner Zeit als Leiter der Amerika-Abteilung des Staatlichen Museums für Völkerkunde (heute: Museum fünf Kontinente) München ganz besonders der Sammlung Spix und Martius angenommen. Seine Abhandlung „Unter Indianern Brasiliens, Sammlung Spix und Martius 1817-1820 (Innsbruck, Frankfurt 1980), mit dem er sich 1980 vom Museum verabschiedete, ist heute ein Standardwerk.