Um das Andenken von Johann Baptist von Spix zu wahren, vermachte die Kreissparkasse Höchstadt/Aisch im Jahre 2003 der Stadt eine Spix-Statue. Anlaß für das Geschenk war die 1000-Jahr-Feier Höchstadts. Die durch den Aschaffenburger Künstler Helmut Kunkel geschaffene Plastik befindet sich direkt am Marktplatz. Im Rahmen eines von Herbert Fiederling initiierten Projektes waren Auszubildende der Sparkasse an der Gestaltung der Statue beteiligt.
Zu sehen ist eine plastische Gruppe, in deren Zentrum der Naturforscher Johann Baptist Ritter von Spix steht. Die Gesichtszüge der Figur sind dabei verschiedenen zeitgenössischen Portraits nachempfunden. Die Kleidung orientiert sich am Kleidungsstil seiner Zeit. In seiner rechten Hand hält Spix, als Symbol der Wissenschaft, eine Lupe. Mit dieser untersucht er ein Papageienei, welches er in der linken Hand hält. Auf Anregung der Sparkassen-Auszubildenden ist das Vogelei beweglich gelagert. Dies greift die Idee des nahtlosen Messing-Ringes am „Schönen Brunnen“ in Nürnberg auf. Auf der rechten Schulter des Gelehrten sitzt ein mittelgroßer Papagei. Es handelt sich dabei und die Abbildung des von Spix entdeckten und nach ihm benannten Spix-Ara. Abgerundet wird die Darstellung durch eine kleine Maus nebst Münzen, die eine Reminiszenz an den Sponsor darstellen.
Mit seinem Ensemble wirkt Helmut Kunkel vielschichtig. Zum einen wird das Andenken an den Gelehrten gepflegt. Gleichzeitig wird aber auch an die in der freien Natur ausgestorbene Papageienart erinnert. Beide – Spix und sein Ara – haben den Blick auf das kleine Vogelei gerichtet. Dies symbolisiert die Entdeckung des Lebens ebenso, wie die eigene Herkunft.
Das Spix-Museum befindet sich in der Badgasse auf ihrer linken Seite.
